1946

1946

Heinz Bosl wurde am 2. November 1946 in Baden-Baden geboren.

Heinz Bosl
1973

1973

“Als Tänzer verfügte Heinz über eine bemerkenswerte, sehr saubere, korrekte und mühelose Technik. Seine Pirouetten schienen sich mit der Leichtigkeit eines Kreisels zu drehen und sein Elévation war anders als die jedes anderen mir bekannten Tänzers. Seine langen, eleganten Beine flogen mit großer Geschwindigkeit in die Luft, schienen dann aber ausgesprochene Schwierigkeit zu haben, die Schwerkraft wiederzugewinnen und zur Ende zurückzukehren.”

Margot Fonteyn

Bild: Sarasota, Florida, 1973 - Mit Margot Fonteyn nach dem Pas de deux aus Dornröschen.

Heinz Bosl
1974

1974

“Sieben Jahre der Partnerschaft lagen zu diesem Zeitpunkt hinter uns - arbeitsreiche Jahre, die uns künstlerisch und menschlich geformt hatten - Jahre, erfüllt vom stetigen Streben nach Steigerung unserer Leistungen, nach vollendeter Harmonie - und erfüllt vom Wunsche, das Publikum an jener Freude teilhaben zu lassen, die wir beim Tanzen empfanden.”

Konstanze Vernon

Bild: Heinz Bosl mit Konstanze Vernon vor dem Vorhang des Nationaltheaters München

Heinz Bosl
1975

1975

Heinz Bosl ist am 12. Juni 1975 mit 27 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Heinz Bosl
1978

1978

Zum Gedenken an Heinz Bosl wurde am 12. Januar 1978 die Heinz-Bosl-Stiftung von Konstanze Vernon ins Leben gerufen. Die gemeinnützige Stiftung verfolgt bis heute das Ziel, das klassische Ballett, den Tanz und sein Ansehen in der Öffentlichkeit sowie die Ausbildung und Ausbildungsbedingungen für den tänzerischen Nachwuchs in Deutschland zu fördern.

Mit der Stiftungsgründung verpflichteten sich Konstanze Vernon und Fred Hoffmann 1978 dazu das Erbe von Heinz Bosl zu wahren und talentierten jungen Tänzern die Möglichkeit zu geben, sich künstlerisch zu entwickeln.

Heinz Bosl
1979

1979

Um in der breiten Öffentlichkeit Verständnis und Unterstützung für die Arbeit der Schule und Stiftung zu erlangen, wurde auch das Münchner Publikum intensiv geschult. In den Matineen und Bühnen-Workshops der Heinz-Bosl-Stiftung zeigte Konstanze Vernon die tägliche Arbeit von Schülern und Lehrern der Ballett-Akademie und konnte so dem Publikum das Wesentliche der Ballettausbildung vermitteln.

Heinz Bosl
1981

1981

Giselle war das erste abendfüllende Ballett der Ballett-Akademie, deren Produktion die Heinz-Bosl-Stiftung unterstützte. Bei der Premiere tanzten Gigi Hyatt & Lubomir Kafka (Gast) die Giselle und den Albrecht.

Heinz Bosl
1984

1984

Eine der frühen Initiativen der Heinz-Bosl-Stiftung war der Bundesdeutsche Tänzer Wettbewerb. Dieser Wettbewerb trug zum Selbstvertrauen einer ganzen Generation von Tänzern bei, die später als Solistinnen und Solisten des Bayerischen Staatsballetts nicht nur auf der Bühne des Münchner Nationaltheaters, sondern auch weltweit zu sehen waren.

Heinz Bosl
1987

1987

“Beide, Landeshauptstadt und Freistaat, sind darüber hinaus entschlossen, für die jungen Talente der Muse Terpsichore im Herzen von Schwabing künftig ein festes Zuhause zu schaffen. Die Ballett-Szene an der Isar hat neue Impulse bekommen!”

Fred Hoffmann

Bild: Straßenbahndept in Schwabing

Heinz Bosl
1988

1988

Die Heinz-Bosl-Stiftung etabliert sich als fester Bestandteil des Münchner Kulturlebens.

Bild: 10 Jahre Jubiläum der Heinz-Bosl-Stiftung

Heinz Bosl
1989

1989

Mit den Möglichkeiten, die die zusätzlichen Räume der Ballett-Akademie in der Wilhelmstraße boten, konnte sich das Angebot der Akademie an klassischem Ballett und Tanz-Training weiter entwickeln.

Bild: Konstanze Vernon platziert junge Bosl-Studenten.

Heinz Bosl
1991

1991

Darüber hinaus begann die Heinz-Bosl-Stiftung, Rechte an wichtigen neoklassischen Balletten zu erwerben die jungen Elitetänzern die Möglichkeit, ihre Kunst immer weiter durch einen direkten Zugang zu internationalem Repertoire zu Entwickeln.

Bild: Simone Geiger und Marc Geifes in Who Cares? von George Balanchine

Heinz Bosl
1998

1998

Nach einer vierjährigen Planungs- und Bauphase von Grundstückserwerb über Planung, Baugenehmigung, Sanierung bis hin zur Einrichtung der Ausstattung feierte die Heinz-Bosl-Stiftung am 8. Februar 1998 die offizielle Eröffnung ihres neuen Standorts. Der Name Heinz Bosl hat nun seinen Ort im lebendigen Viertel um die Münchner Freiheit gefunden.

Heinz Bosl
2003

2003

Als vorerst letzte Ergänzung konnte die Heinz-Bosl-Stiftung 2003 das Konstanze Vernon Haus - Forum für Choreografie und Ballett eröffnen. Wie der Name verrät, wurde das Studio vor allem dafür konzipiert und gebaut, das Engagement der Stiftung für internationales choreografisches Repertoire auszudrücken und zu leben.

Heinz Bosl
2006

2006

Im Jahr 2006 übergab Konstanze Vernon ihre langjährige Leitungsfunktion der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München an ihren Nachfolger Robert North. Sie engagierte sich jedoch weiterhin stark für die künstlerische Entwicklung der Studenten, was zu einer bereichernden Zusammenarbeit zwischen den beiden führte.

Heinz Bosl
2008

2008

Im Frühjahr 2008 stand Fred Hoffmann bei einer Bosl-Matinee zum letzten Mal auf der Bühne des Nationaltheaters. Nach vielen Jahren großen Engagements für die Heinz-Bosl-Stiftung, die er durch wichtige Entwicklungsschritte geführt hatte, starb er am 2. Dezember 2008.

Heinz Bosl
2010

2010

Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann lang ersehnte Traum einer eigenen offiziellen Münchner Junior Company wahr, 26 Jahre nachdem Fred Hoffmann erstmals den Samen gepflanzt hatte, wurde das Bayerische Junior Ballett München (ehemals Staatsballett II / Junior Company) geboren.

Heinz Bosl
2013

2013

Konstanze Vernon starb am 21. Januar 2013 im Alter von 74 Jahren. Sie sollte ein Erbe hinterlassen, das ihr nicht nur persönlich alles bedeutende, sondern das vor allem auch die jüngste Ballettgeschichte Münchens am Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.

Heinz Bosl
Heute

Heute

Ivan Liška übernahm die Rolle des Vorsitzenden der Heinz-Bosl-Stiftung und wurde künstlerischer Leiter des Bayerischen Junior Balletts München. Als loyaler Unterstützer von Konstanze Vernon führt Ivan Liška einerseits ihr Erbe kontinuierlich fort, bringt gleichzeitig aber auch seine eigenen Erfahrungen aus der Arbeit mit bedeutenden Choreografen in die Heinz-Bosl-Stiftung ein. Dies bietet eine starke konzeptuelle Grundlage für die Weiterentwicklung des Repertoires des Bayerischen Junior Balletts München.

HBSGeschichteHeinz Bosl