Heinz-Bosl-Stiftung

Preise

Heinz-Bosl-Preis

Ein Preis für die hoffnungsvollsten Nachwuchstänzer:
Talent als Verpflichtung

Heinz Bosl war ein außerordentlich talentierter Künstler und ist viel zu jung verstorben. Er vertrat Werte, wie wir sie an die junge Generation weitergeben wollen: Talent, Fleiß und Hingabe. Mit dem Heinz-Bosl-Preis sollte ursprünglich – gemäß der Gründungsidee der Stiftung – explizit der männliche Tanznachwuchs in Deutschland gefördert werden. Inzwischen werden damit die hoffnungsvollsten Nachwuchstänzerinnen und -tänzer aus der ganzen Welt ausgezeichnet. Der Heinz-Bosl-Preis wurde von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann gegründet. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

2025

Der Heinz-Bosl-Preis wurde von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann gegründet und bereits mehrmals vergeben. Mit diesem Preis erinnert die Stiftung an ihren Namensgeber: Heinz Bosl war ein außerordentlich talentierter Künstler – beliebt, geschätzt, mit 28 Jahren verstorben. Er gilt als einer der besten und profiliertesten deutschen Tänzer, dessen große internationale Karriere durch seinen frühen Tod jäh beendet wurde. Ursprünglich wurde der Preis ausschließlich zur Förderung des deutschen, männlichen Tänzernachwuchses ausgelobt. Inzwischen hat die Stiftung die Richtlinien der Preisvergabe um die Förderung des Balletts und auch internationaler Tänzer und Tänzerinnen und Choreografen und Choreografinnen erweitert.

Der Heinz-Bosl-Preis 2025 ging an den jungen Choreografen und Tänzer Simon Adamson-De Luca, ehemaliges Mitglied des Bayerischen Junior Ballett München und seit Beginn der Spielzeit 2025/26 festes Ensemblemitglied von Les Grands Ballets Canadiens.

Mit seiner für die Junior Company geschaffenen Choreografie «Return to Innocence», die im Rahmen der Herbst-Matineen 2024 im Münchner Nationaltheater ihre umjubelte Uraufführung gefeiert hatte, überzeugte Adamson-De Luca die Jury durch eine klare künstlerische Vision, emotionale Tiefe und eine eigene choreografische Handschrift. Seine Arbeit berührte das Publikum ebenso wie das Auswahlgremium, das in ihm einen herausragenden Vertreter der nächsten Generation von Choreografinnen und Choreografen sah.

Preisträger 2025

SIMON ADAMSON-DE LUCA

Simon Adamson-De Luca begann bereits während seiner Ausbildung an der National Ballet School of Canada mit ersten choreografischen Arbeiten. 2018 und 2019 präsentierte er erste Werke im Rahmen des Stephen Godfrey Choreographic Workshop. Sein Werk, «Infinite Ache» (2023), entstand für das Company Life Program der Schule und wurde sowohl im Betty Oliphant Theatre als auch bei Fall For Dance North in der Union Station aufgeführt.

Ab der Spielzeit 2023/24 war Adamson-De Luca Mitglied des Bayerischen Junior Balletts München. Auf Einladung von Ivan Liška schuf er ein neues Werk für das Ensemble «Return to Innocence», das im Rahmen der Herbst-Matinee-Reihe 2024 präsentiert wurde. Diese Auftragsarbeit markiert nicht nur ein starkes Engagement der Stiftung für die Förderung junger choreografischer Stimmen, sondern auch Adamson-De Lucas ersten professionellen choreografischen Auftrag. Mit der Spielzeit 2025/26 setzt Adamson-De Luca seine Karriere nun als Mitglied von Les Grands Ballets Canadiens in Montreal fort.

2023

Der Heinz-Bosl-Preis wurde von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann gegründet und bereits mehrmals vergeben. Am 3. Dezember 2023 wurde der Heinz-Bosl-Preis verliehen, der die hoffnungsvollsten Nachwuchstalente auszeichnet. Mit diesem Preis erinnert die Stiftung an ihren Namensgeber: Heinz Bosl war ein außerordentlich talentierter Künstler – beliebt, geschätzt, mit 28 Jahren verstorben. Er gilt als einer der besten und profiliertesten deutschen Tänzer, dessen große internationale Karriere durch seinen frühen Tod jäh beendet wurde. Ursprünglich wurde der Preis ausschließlich zur Förderung des deutschen, männlichen Tänzernachwuchses ausgelobt. Inzwischen hat die Stiftung die Richtlinien der Preisvergabe um die Förderung des Balletts und auch internationaler Tänzer und Tänzerinnen erweitert.

Die Jury hat mit der diesjährigen Preisvergabe entschieden, ein Zeichen des Friedens in konfliktreichen Zeiten zu setzen. Der Preis wurde deshalb als Förderpreis an zwei hoffnungsvolle ukrainische Nachwuchstalente vergeben, die aufgrund von Krieg und Gewalt ihre Heimat verlassen mussten. Die beiden 19jährigen Studierenden erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.500€. Varvara Lobanova studiert seit September 2022 an der Academia Teatro alla Scala und Serhii Zharikov seit Frühjahr 2022 an der John Cranko Schule in Stuttgart.

Mit dem Preis werden so einerseits – im Geiste Heinz Bosls – zwei junge Tanztalente gefördert und gleichzeitig ein besonderer Beitrag zur kulturellen Förderung des Balletts geleistet. Er soll uns alle in diesen konfliktbeladenen Zeiten daran erinnern, dass die Sprache des Tanzes auch eine Sprache des Friedens ist. Die beiden jungen Preisträger sollen – so der Wunsch der Jury – die Botschaft des Friedens in die Herzen ihres Publikums tanzen – eines Tages hoffentlich auch wieder in ihrer Heimat.

Preisträger 2023

Varvara Lobanova

Serhii Zharikov ist 19 Jahre alt und kommt aus Krasnyj Lyman (Ukraine). Er begann mit 15 Jahren seinen Unterricht an der Ballettschule in Kiew. Am 22. Februar 2022 gewann er den 3. Platz bei seinem ersten Tanzwettbewerb „Tanzolymp“ in Berlin. Zwei Tage später begann der Krieg. Dank der Vermittlung von Youth America Grand Prix konnte er an der John Cranko Schule weiterstudieren. Er tanzte zur Verleihung gemeinsam mit Kaela Tapper »Sonate«, ein Pas de deux von Uwe Scholz zur Musik von Sergej Rachmaninoff.

Preisträger 2023

Serhii Zharikov

Serhii Zharikov ist 19 Jahre alt und kommt aus Krasnyj Lyman (Ukraine). Er begann mit 15 Jahren seinen Unterricht an der Ballettschule in Kiew. Am 22. Februar 2022 gewann er den 3. Platz bei seinem ersten Tanzwettbewerb „Tanzolymp“ in Berlin. Zwei Tage später begann der Krieg. Dank der Vermittlung von Youth America Grand Prix konnte er an der John Cranko Schule weiterstudieren. Er tanzte zur Verleihung gemeinsam mit Kaela Tapper »Sonate«, ein Pas de deux von Uwe Scholz zur Musik von Sergej Rachmaninoff.

2018

Bei der Matinee am 11. November 2018 wurde dieser Preis mit je € 1.500,00 an drei junge, talentierte Nachwuchstänzer (18 – 22 Jahre alt) vergeben. 

Verleihung des „Heinz-Bosl-Preises“ als Auszeichnung für die hoffnungsvollsten Nachwuchstänzerinnen und – tänzer. Diese wird von einer Jury vergeben, die vom Stiftungsrat eingesetzt wird. Sollte die Jury keinen Preisträger benennen können, kann sie wahlweise Förderpreise an Nachwuchstänzerinnen und -tänzer vergeben, deren Entwicklung bzw. Leistung anerkennenswert ist. Die Dotierung dieser Preise soll in angemessener Abstufung zum „Heinz-Bosl-Preis“ stehen.

Preisträger 2018

Gabriel Figueredo

Gabriel Figueredo wurde im brasilianischen Novo Hamburgo geboren und wuchs in Taquara und São Paulo auf. Zunächst nahm er Ballettunterricht an der Schule Andanças de Rita Candemil in Taquara, bevor er 2010 an das Tanzzentrum Pavilhão D in São Paulo wechselte. Im Jahr 2013 gewann er den Youth Grand Prix beim Youth America Grand Prix, wo er Tadeusz Matacz, Direktor der John Cranko Schule kennenlernte. Auf dessen Einladung hin setzte er seine Ballettausbildung ab 2014 an der John Cranko Schule fort, wo er 2019 seinen Abschluss machte. Bereits als Schüler der John Cranko Schule tanzte er in Vorstellungen des Stuttgarter Balletts mit. 2017 schuf Demis Volpi in der Opern-Ballett-Koproduktion Der Tod in Venedig die Rolle des Tadzio für ihn.

Gabriel Figueredo wurde bereits mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet.Im Jahr 2018 gewann er den 1. Preis in der Classical Dance Category beim Youth America Grand Prix in Barcelona sowie den Heinz-Bosl-Preis. Im darauffolgenden Jahr wurde er als bester männlicher Tänzer beim Prix de Lausanne 2019 ausgezeichnet. Des Weiteren gewann er den Grand Prix und den Dance Europe Magazine Award beim Youth America Grand Prix 2019.

In der Spielzeit 2019/20 wurde Gabriel Figueredo Mitglied des Corps de ballet des Stuttgarter Balletts. Zum Halbsolisten wurde er mit der Spielzeit 2021/22 ernannt.

Preisträger 2018

Koyo Yamamoto

Koyo Yamamoto wurde in Tokio, Japan, geboren und begann im Alter von 5 Jahren mit dem Tanzen. Er trainierte an der Acri-Horimoto Ballet Academy, bevor er an der Tanz Akademie in Zürich aufgenommen wurde, wo er sein Studium für weitere drei Jahre fortsetzte. Während dieser Zeit gewann er den 1. Preis beim Internationalen Ballettwettbewerb Talinn in Estland und den 4. Preis beim renommierten Prix de Lausanne. 2020 trat er der Junior Company des Dutch National Ballet bei und wurde 2022 als Élève in die Hauptkompanie befördert.

Preisträger 2018

Justin Rimke

Justin Rimke wurde in Berlin geboren und besuchte die Staatliche Ballettschule Berlin. Mit der Spielzeit 2016/17 erhielt Justin Rimke ein Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung und tanzte im Ensemble des Bayerischen Junior Balletts München. Seit 2018 ist Justin Mitglied der DJKT Ballet Company in Pilzen, Tschechien, wo er als Pepe in »Haus der Bernarda Albe«, als Prinz in »Dornröschen«, als Konrád & Ali in »Le Corsaire«, Lucenzio in »Der Widerspenstigen Zähmung«, Der Prinz in »Goldsternprinz«, Schicksal in »Anastasia – die letzte Tochter des Zaren«, Der Prinz in »Schwanensee« und Espada in »Don Quixote« unter anderem auftrat.

Preise

Konstanze-Vernon-Preis

Eine künstlerische Flamme, die von einer herausragenden Nachwuchstänzer-Generation an die nächste weitergegeben wird

Der mit 10.000 € dotierte Konstanze-Vernon-Preis zählt zu den größten Deutschlands und wird in zweijährigem Turnus an herausragende Tänzerinnen und Tänzer vergeben, die zu Beginn einer internationalen Karriere stehen. Das Preisgeld stammt aus dem persönlichen Nachlass von Konstanze Vernon. Eine Experten-Jury wird dem Stiftungsrat vom Vorstandsvorsitzenden Ivan Liška vorgeschlagen. 

Preisträger 2024

Elisabeth Tonev

Die in Berlin geborene Tänzerin war von klein auf vom Ballett umgeben, da ihre Eltern beide ehemalige Balletttänzer sind. Ihre Mutter stammt aus Spanien und ihr Vater aus Bulgarien. Ihre Ausbildung erhielt Elisabeth Tonev Staatlichen Ballettschule Berlin, sie trat schon während der Ausbildungszeit in zahlreichen klassischen Produktionen des Staatsballetts Berlin auf. 2019 wurde Elisabeth Tonev von der stellvertretenden künstlerischen Leiterin Rachel Beaujean in die Junior Company des Niederländische Nationalballetts engagiert. In der Hauptcompagnie, in die sie 2020 aufgenommen wurde, stieg sie innerhalb von drei Jahren von der Elevin zur Solistin auf. Im November 2024 erhielt Elisabeth Tonev den Konstanze-Vernon-Preis der Heinz-Bosl-Stiftung. Zur Spielzeit 2025/2026 wurde sie von Ballettdirektor Laurent Hilaire als Erste Solistin ins Bayerische Staatsballett engagiert.

Im klassischen Repertoire übernahm Elisabeth Tonev in ihrer Amsterdamer Zeit unter anderem die Partien der Kitri in Don Quixote (dort in der Version von Alexei Ratmansky), die Clara in Der Nussknacker (dort in der Fassung von Wayne Eagling & Toer van Schayk) sowie der Aurora in Dornröschen (dort in der Version von Peter Wright). Im zeitgenössischen Repertoire sind Partien in Stücken wie Trio Kagel (Alexei Ratmansky), The Four Seasons (David Dawson), Four Schumann Pieces (Hans van Manen), Blake Works I (William Forsythe) und Jewels (George Balanchine) zu nennen.

Preisträger 2022

Raffaelle Querioz

Rafaelle Queiroz stammt aus Brasilien. Ihre Ausbildung absolvierte sie in Rio de Janeiro und – mit einem Stipendium der Birgit-Keil-Stiftung – an der Akademie des Tanzes in Mannheim. Sie war Finalistin beim Prix de Lausanne und gewann den Langham Award beim Youth American Grand Prix 2009. Von 2009 bis 2019 war sie Mitglied des Badischen Staatsballetts Karlsruhe. Hier tanzte sie u.a. Odette/Odile in »Schwanensee« von Christopher Wheeldon, Myrtha in »Giselle« von Peter Wright, die Titelrolle in »La Sylphide« von Peter Schaufuss, Katharina/Bianca in Crankos »Der Widerspenstigen Zähmung«, Julia in Kenneth MacMillans »Romeo und Julia« und die Titelrolle in »Rusalka« von Jiří Bubeníček. Außerdem trat sie in Choreografien von Hans van Manen, Heinz Spoerli, Davide Bombana und Reginaldo Oli­vei­ra auf. Seit der Saison 2019/20 ist sie Mitglied des Ballett Zürich.

2019

Jacopo Bellussi

Der in Genua geborene Tänzer erhielt seine Ausbildung an der Accademia Teatro alla Scala in Mailand und an der Royal Ballet School in London. Anschließend ging er nach München und gehörte zur ersten Generation des heutigen Bayerischen Junior Ballett München, die noch unter Konstanze Vernon tanzte. 2012 wechselte er zum Hamburg Ballett John Neumeier. Seit 2017 tanzte er dort als Solist, am Beginn der Saison 2019/20 stieg er zum Ersten Solisten auf. Mit John Neumeier kreierte er Eine Figur aus Tatjanas gelesenen Romanen in »Tatjana«, Der Freund des Soldaten (Annunzio Cervi) in »Duse« und ein Solo in »Beethoven-Projekt«. Sein Repertoire in Balletten von John Neumeier umfasst Alexej Wronski in »Anna Karenina«, die Titelrolle in »Romeo und Julia«, Leonid Massine in »Nijinsky«, Gaston Rieux und Des Grieux in »Die Kameliendame« sowie Soli in »Das Lied von der Erde« und »Matthäus-Passion». 2016 wurde er als „Bester italienischer Tänzer im Ausland“ mit dem Preis der Fachzeitschrift „Danza & Danza“ ausgezeichnet.



2017

Jonah Cook

Jonah Cook stammt aus England. Seine Ausbildung begann er bei Liberatus Dance in Swindon und schloss diese an der Royal Ballet Upper School ab. Er tanzte im Corps de ballet des Royal Ballet unter anderem in »Manon«, »Romeo und Julia« und »Der Nussknacker«. In der Spielzeit 2012/2013 war Jonah Cook Volontär und tanzte im Ensemble des Bayerischen Staatsballetts und des Bayerischen Staatsballetts II (heute Bayerisches Junior Ballet München). Zum Beginn der Spielzeit 2013/2014 wurde er als Gruppentänzer engagiert. In der Spielzeit 2014/2015 wurde Jonah Cook zum Halbsolisten, bereits ein Jahr später zum Solisten befördert. Zu Beginn der Spielzeit 2017/2018 erfolgte eine weitere Beförderung zum Ersten Solisten. Jonah Cook wechselte in der Spielzeit 2019/20 an das Ballett Zürich. Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 kehrte er für zwei Spielzeiten an das Bayerische Staatsballett zurück. Mit »Played« gab er im Rahmen von „Heute ist morgen” im Juni 2022 sein Debüt als Choreograf.

 

2015

Ivy Amista

Ivy Amista, geboren in Sao Paolo, Brasilien, studierte an der dortigen Camilla-Ballett-Schule. Nach der Teilnahme am IX. Seminario Internacional de danca in Brasilia, bei dem sie die Goldmedaille gewann, erhielt sie im Jahr 2001 ein Stipendium, um in München an der Ballett-Akademie/Heinz-Bosl-Stiftung ihre Ausbildung zu beenden. Nach ihrem Examen wurde sie zur Spielzeit 2001/2002 Mitglied des Bayerischen Staatsballetts. 2004/2005 ernannte man sie zur Halbsolistin, zur Spielzeit 2007/2008 folgte die Beförderung zur Solistin. Seit Beginn der Spielzeit 2014/2015 tanzt Ivy Amista als Erste Solistin beim Bayerischen Staatsballett. Ivy Amista beendet im Juni 2020 ihre aktive Bühnenkarriere und widmet sich ihrer neuen Aufgabe als Ballettmeisterin beim Bayerischen Staatsballett.