Bosl-News
Wo fängt der Auftritt an?
Der folgende Foto-Essay der jungen Fotografin Emily Binding dokumentiert einen Aufführungstag bei den Herbst-Matineen 2024 der Heinz-Bosl-Stiftung und erzählt in eindrucksvollen Bildern von Hingabe und dem Wunsch, auf der Bühne Präsenz zu zeigen: Ein authentischer Blick hinter die Kulissen.

Fokus / Vorbereitung
Der Tag der Matinee: Früh am Morgen wachen die Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Junior Balletts München im Studentenwohnheim der Heinz-Bosl-Stiftung auf. Das Prinz-Joseph-Clemens-Haus liegt in der lebendigen Schwabinger Herzogstraße und ist gleichzeitig Wohnheim und Sitz der Stiftung.
Lauschen / Beobachten
Die Tänzerinnen und Tänzer nehmen die U-Bahn zum Odeonsplatz oder zum Marienplatz, eine Station, die wenige Stunden später auch die Besucher der Matinee nutzen werden. Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zum Bühneneingang des Nationaltheaters an der Maximilianstraße.
Gemeinsam – und doch jeder für sich
Fühlen – ein innerer Prozess
Im Nationaltheater angekommen, geht es erst einmal in die Künstlergarderoben, bevor die Tänzerinnen und Tänzer zum lichtdurchfluteten Ballettstudio des Bayerischen Staatsballetts im 6. Stock hinauffahren. Hier wärmen sie ihre Körper auf und nehmen an einem klassischen Ballett-Training teil, um den Körper auf die bevorstehende Matinee vorzubereiten.
Den Moment vorbereiten
Einklang innen und außen
Nach dem morgendlichen Training gehen die Tänzerinnen und Tänzer zurück in ihre Garderoben, um die letzten Details von Make-up und Frisur zu vollenden, bevor sie ihre Kostüme anziehen und sich auf der Hinterbühne versammeln.
Zuschauen / Mitfühlen
Da bereits in den Tagen vor der Matinee eine Bühnenprobe stattgefunden hat, geht es für die Tänzerinnen und Tänzer unmittelbar vor der Aufführung im Backstage-Bereich hauptsächlich darum, sich zu zentrieren, die Choreografie noch einmal durchzugehen und letzte Vorbereitungen zu treffen, um ihr Bestes geben zu können. Dabei herrscht in den Bühnengassen ein großes Gefühl der Gemeinschaft, während sie sich gegenseitig unterstützen und auf den Auftritt vorbereiten.
Ein Augenblick und zugleich die Ewigkeit
Wenn die Lichter im Zuschauerraum verlöschen und sich die opulenten roten Samtvorhänge des Nationaltheaters öffnen, dann heißt es: Auftritt!